Das Heilpädagogium an der Ostsee

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Leistungsangebote

Unser Handlungsansatz beinhaltet eine situationsadäquate Reaktion auf die sich in der Regel als Krise darstellende Lebenssituation von Kindern, zum anderen einen präventiven Charakter.

Den präventiven Charakter unseres Handlungsansatzes setzen wir auf den Ebenen einer
- primären Prävention
- sekundären Prävention
um.

Die primäre Prävention verfolgt die Zielsetzung, den übergriffigen und grenzüberschreitenden Handlungsstrukturen des Kindes zuvorzukommen.

Hierbei soll durch das Beratungs- und Betreuungsangebot sichergestellt werden, dass dem Kind und dessen Angehörigen durch die Vermittlung und durch das Einüben von alternativen Konfliktlösungsstrategien eine Änderung des Verhaltens ermöglicht wird.

Hierbei ist der Veränderungsprozess der bisherigen dissozialen und aggressiven Verhaltensmuster nur durch eine Verinnerlichung der alternativen Handlungsmuster erreichbar.
Der Festigung der neu erlernten Konfliktlösungs- und Verhaltensstrategien kommt unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit eine besondere Bedeutung zu.
Der präventive Ansatz bezieht sich zwar in der Hauptkomponente auf das Kind, beinhaltet aber auch eine Beratungs- und Sensibilisierungskomponente für die Angehörigen des Betroffenen.
In diesem Zusammenhang ist uns wichtig, dass die im unmittelbaren sozialen Umfeld des Kindes agierenden Personen an diesem Veränderungsprozess teilhaben und somit ebenfalls zur Nachhaltigkeit des Veränderungsprozesses beitragen.
Die sekundäre Prävention beinhaltet therapeutische und betreuende Interventionen bei Kindern, die bereits Übergriffe begangen haben.

Durch eine intensive pädagogische und therapeutische Arbeit mit den Kindern und deren Familien sowie durch die Initiierung von sicherheitsrelevanten Aspekten sollen Übergriffe und Grenzverletzungen im Zeitraum der Betreuung und Behandlung verhindert werden.
Sekundäre Prävention bedeutet auch die Kooperation mit therapeutischen und pädagogischen Institutionen, die eine Aufarbeitung der Übergriffe anstreben.